08
Jun 2015

Flash und der Klimawechsel

bzw. das nasse Brautpaar!

An einem Dienstag, den 12. Mai 2015, erreichte um die Mittagszeit die gefühlte Temperatur circa 100 Grad Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit von circa 500%. Es ist möglich, dass die Werte leicht von denen vom Wetterdienst gemessenen abweichen, aber was soll´s, die Story hat sich genau so abgespielt.
Flash hatte den Auftrag, das Brautpaar den ganzen Tag zu begleiten, angefangen beim Schmücken der Braut, bis zu den allseits so beliebten (und sich nie wiederholenden, einzigartigen und völlig neuen) Spielchen am Abend; damit meint Flash nicht die Bettspiele in der Hochzeitsnacht, sondern die Ereignisse zuvor, Gesellschaftspiele, ausgedacht von der liebenden Verwandtschaft und von Freunden, von denen man eigentlich dachte, dass sie einen mögen würden.
Ganz abgesehen davon, dass manche dieser Spielchen durchaus das Potential haben, die erste Ehekrise auszulösen.
Für Flash fing der besagte Dienstag also bei der Schmink-, Frisur- und Ankleidezeremonie der Braut an! Unfassbar, liebe schwäbische Mitbürger, das ist nichts Anstößiges und gilt im benachbarten europäischen Ausland und in Amerika als normal. Jaja, Flash kannte seine Landsmänner, er wusste genau, was die jetzt dachten:
"Die kennet halt alle net mim Geld umgange!"
Was Flash bei der Fotografie der Brautvorbereitung immer etwas wurmte war die Tatsache, dass daran ja ausschließlich Mütter, Schwestern, Cousinen und Freundinnen teilnahmen. Eigentlich hätte er ein Störfaktor sein müssen! Aber nein, er wurde immer sofort als weiblich anerkannt und störte niemanden; fehlte es ihm etwa an Männlichkeit?
Wie auch immer, die Trauung fand im Wengerterhäusle in Remshalden statt, für die Paaraufnahmen war ein geruhsamer Spaziergang ins Dorf gedacht. Alle hatten jedoch die Rechnung ohne diesen - inzwischen dem Wahnsinn nahen - Wettergott gemacht! Braut, Bräutigam und Fotograf waren nach 10 Schritten des besagten Spazierganges komplett durchnässt! Der Schweiß ließ das weiße Hemd des Bräutigams durchsichtig werden, die Frisur der Braut triefte wie ein Schwamm und Flash lief der Schweiß in die Augen, so dass er kaum noch etwas durch seine Kamera sah. Das einzig Gute daran war, dass alle drei ihre gute Laune bewahrten, und Flash nach dem Eintreffen im Biergarten vom Gasthof Lamm das gefühlt beste Weizenbier seines Lebens in Sekundenschnelle trank.
Und jetzt, meine lieben schwäbischen Mitbürger "die kennet halt doch mim Geld umgange!", denn dadurch, dass Flash den ganzen Tag fotografiert hatte, gab es jede Menge Aufnahmen, die der klassischen Paaraufnahme zumindest ebenbürtig waren.
Während Flash mal wieder die Fotos am Rechner kontrollierte und sortierte, dachte er noch mal über seine eventuell nicht ausreichend vorhandene männliche Ausstrahlung nach.
Ein Weizenbier und eine Zigarette später schwang sich Flash auf sein Motorrad und fuhr dem Sonnenuntergang entgegen! Männlicher geht es nicht, "Yeah!"

von Steven Flash

Zurück

Einen Kommentar schreiben